Währung, Geldwechsel und Bezahlen in Prag

Allgemeines zur Währung

Man zahlt in Prag und Tschechien in der tschechischen Landeswährung, der tschechische Krone. Folgende Geldscheine gibt es: 100, 200, 500, 1000, 2000 und 5000. Das Münzgeld gibt es in folgenden Größen: 50 Heller sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Kronen.

Wer auf seine Ausgaben achten muss, sollte auch immer Bargeld dabei haben, da die Umtausch- und Wechselkurse über EC- und Kreditkarten oft wesentlich ungünstiger sind. Es werden zwar in einzelnen Geschäften und Lokalitäten auch der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert, aber hier muss man oft einen schlechten Wechselkurs und Gebühren in Kauf nehmen. In einzelnen Fälle verteuert sich der ursprüngliche Preis um bis zu 20 Prozent. Also Vorsicht vor bargeldloser Bezahlung und Bezahlung in Euro!

Hierzu noch ein Hinweis in eigener Sache: bei vielen Sehenswürdigkeiten, die Eintritt kosten, haben wir einen tagesaktuellen Währungsrechner aufgenommen, so dass Sie als Besucher die Eintrittspreise besser einschätzen können. 

Man sollte auf jeden Fall seinen Prag-Aufentahlt nicht ohne Bargeld planen.

Umrechnungshilfe

CZK = Tschechische Kronen
Ungefährer Wert: 1 € = 25 CZK

Geldumtausch in Prag

Grundsätzlich sollte man in Prag immer Bargeld bei sich haben. Es gibt immer wieder Situationen, wo man nicht einfach schnell mal die EC- oder Kreditkarte zücken kann, sondern wo Bargeld erwartet wird. Auch wenn man mit Karte zahlen kann, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass je nach Bank kleinere oder größere Gebühren anfallen. Leider sind die gedruckten Reiseführer in dem Punkt oft sehr oberflächlich, darum hier eine etwas ausführlichere Beschreibung der verschiedenen Möglichkeiten an tschechische Kronen zu gelangen.

Umtausch auf der Straße

Es kann passieren, dass man plötzlich auf den Straßen Prags angesprochen wird und jemand unglaublich günstige Umtauschkurse anbietet. Bitte lassen Sie tunlichst die Finger davon. Das ist nahezu immer unseriös. Hier werden unbedarften Touristen meist wertlose alte oder falsche Scheine angedreht.

Wechselstuben

Seit Jahren führen die Stadt und auch die tschechische Regierung einen Kampf gegen unseriöse Wechselstuben, aber leider kann man immer noch nicht Entwarnung geben. Es gibt immer noch reihenweise Wechselstuben in Prag, die mit vermeintlich günstigen Wechselkursen die Touristen anlocken, um dann teilweise wirklich unverschämte Gebühren draufzuschlagen, die bis zu 30 % der umgetauschten Summe betragen können. Aber zumindest wurden inzwischen die Verbraucherrechte gestärkt. So hat im Jahre 2019 die tschechische Regierung ein Gesetz gegen die Abzocke beschlossen. Seit dem dürfen Kunden bis zu drei Stunden nach dem Umtausch die Transaktion wieder rückgängig machen und die Wechselstuben selber sind nun auch verpflichtet genaue Informationen zum Umtauschkurs und Gebühren zu veröffentlichen. Doch kann man sich den Ärger von vornherein ersparen, in dem man vorab frägt, welchen Betrag man genau für den Euro-Umtausch bekommt. Mit dem tagesaktuellen Währungsrechner auf dieser Seite kann man dann einschätzen wie seriös das Ganze ist. 

Doch es gibt nicht nur schwarze Schafe in dieser Branche. Der Verfasser dieser Zeilen hat auch immer wieder seriöse Wechselstuben erlebt. Vor allem, wenn der Umtausch in Verbindung mit einem Geschäft steht, sind die Konditionen oft gut, da der Ladenbesitzer sein Hauptgeschäft nicht im Wechseln von Geld sieht, sondern über diese Zusatzservice mögliche Kundschaft für sein Geschäft anlocken will.

Übrigens, gibt es von den Jungs von HonestGuide einen Stadtplan mit seriösen Wechselstuben:

Geld vorab bei der heimischen Bank umtauschen

Es mag auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, aber das ist keine gute Idee. Banken haben fremde Währungen meist nicht vorrätig und müssen sie selber erst besorgen. Dafür fallen teilweise saftige Gebühren an, die einen Umtausch in einer heimischen Bank oft nicht als erste Wahl erscheinen lassen.

Geld aus dem Geldautomaten bzw. über eine Bank in Prag

Das ist wahrscheinlich für die meisten Touristen die erste Wahl: mit der EC- oder Kreditkarte über eine Bank  oder einen Geldautomaten in Prag Geld abzuheben. Aber auch hier muss man aufpassen. Suchen Sie vor allem Banken bzw. Bankautomaten bekannter Banken auf, wie die Česká spořitelna oder Komerční banka. 

Bitte seien sie sich auch bewußt, dass beim Abheben über einen Bankautomaten Gebühren anfallen können: zum einen verlangen die meisten Banken eine Fremdautomatengebühr zwischen 4 bis 6 EUR pro Abhebung. Hinzu kommt noch eine Fremdwährungsgebühr zwischen 1 bis 2% der Transaktionssumme. Das kann sich auch schnell summieren.

Vorsicht vor der Frage nach der Ab- bzw. Umrechnung:
Am Ende des Abhebungsvorgangs wartet meist eine Frage, die viele Touristen falsch interpretieren:  "In Euro oder in Tschechischen Kronen abrechnen?" Oder aber auch  "Geldabhebung mit Umrechnung" oder "Geldabhebung ohne Umrechnung". Wählen sie auf jeden Fall die Option "Geldabhebung ohne Umrechnung" bzw. lassen Sie es in tschechischen Kronen abrechnen, sonst zahlen sie einen wesentlich schlechteren Wechselkurs, der die Abrechnung um 10 Prozent oder mehr verteuert. Eine klassische Touristenfalle. Dieses Mal durch vermeintlich seriöse Banken.

Geldumtausch im Hotel

Viele Hotels bieten auch einen Geldumtausch an. Davon ist in den meisten Fällen abzuraten, da auch hier Gebühren anfallen und schlechte Wechselkurse angeboten werden.

Bezahlen in Prag

Es mag manchen Prag-Touristen altmodisch erscheinen, aber die beste Kontrolle über die Bezahlung hat man letztendlich über die Barzahlung in heimischer Währung.

Auch wenn in manchen Lokalen und Geschäften, vor allem in der Altstadt, der Euro akzeptiert wird, so kann der angebotene Umrechnungskurs oft sehr ungünstig sein. Verluste von bis zu 20 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Zudem wird der Euro wird längst nicht überall akzeptiert. Viele kleine Geschäfte und Kneipen akzeptieren nur Barzahlung in heimischer Währung. Fahrkarten kann man zwar inzwischen mit Karte bezahlen, aber auch hier tauchen gerne mal kleinere Aufschläge dann bei der Abrechnung daheim auf.

Zahlt man beispielsweise sein Essen bargeldlos über EC- oder Kreditkarte drohen einem auch hier versteckte Kosten über schlechte Wechselkurse und Gebühren, die nach der Rückkehr doch für böse Überraschungen sorgen können.