Grafik wichtige Sehenswürdigkeit

Die Pinkas-Synagoge

Die Pinkas-Synagoge kurz & bündig:

  • Errichtet wurde die Synagoge, die direkt neben dem Alten Jüdischen Friedhof liegt, im Jahre 1535. Einzelne Baureste, die man später freilegte, gehen sogar noch weiter zurück.
  • Auftraggeber war  Aron Mešullam Horovic, dessen Privathaus seinerzeit neben der Synagoge lag.
  • Das Gebäude weist unterschiedliche Baustile auf. Während im Inneren die Stilrichtung spätgotisch ist, stammt das Einfangsportal aus der Frührenaissance.
  • Bis 1941 fanden hier Gottesdienste statt. Heute fungiert sie als Gedenkstätte der Opfer des Nationalsozialisten. Alle Namen der Opfer wurden handschriftlich an die Innenwände der Synagoge festgehalten.

Adresse und Route per Google-Maps:

Široká 23/3, 110 00 Prag

Wegbeschreibung:
Man geht vom Altstädter Ring in die Pařížská, geht man dann links in die dritte Querstrasse. Das ist dann die Široká, die man einfach entlang geht. Die Pinkassynagoge befindet sich direkt neben dem Alten jüdischen Friedhof.

Route zur Pinkas-Synagoge per Google-Maps »


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Zur Geschichte der Synagoge

Ursprünglich ließ Aron Mešullam Horovic das Gebäude als privates Bethaus im Jahre 1535 erbauen und lag seinerseits zwischen dem Privathaus der Familie und dem Alten Jüdischen Friedhof. Weitere Baureste, die man später freilegte, sind sogar noch früheren Datums. Im 16. Jahrhundert bekam sie Namen „Pinkasschul“. Die Namensgebung geht auf seinen damaligen Besitzer Israel Pinkas zurück.

Die Synagoge weist unterschiedliche Baustile auf. Der einschiffige Hauptraum mit seinem Netzgewölbe ist von der Stilrichtung spätgotisch und das eindrucksvolle Eingangsportal stammt aus der Zeit der Frührenaissance. Der Thoraschrein wiederum wird dem Barock zugerechnet.

Die letzte große Renovierung unternahm man nach der Flutkatastrophe von 2002, als die Überschwemmung die Gebäudesubstanz so weit gefährdete, dass die Synagoge einzustürzen drohte. Die Arbeiten daran dauerten zwei Jahre.

Gedenkstätte der Opfer des Nationalsozialismus

Nachdem in der Synagoge bis 1941 Gottesdienste abgehalten wurden, baute man sie in den Jahren 1954-1959 in eine Gedenkstätte für die böhmischen und mährischen Opfer des Nationalsozialismus um. Dazu übertrug man die 77297 Namen der jüdischen Bürger handschriftlich auf die Mauern, die in aufgefundenen Transportlisten und Registrationsverzeichnissen gefunden wurden. Zudem sammelte man die Aussagen von Überlebenden. Ein eindringliches Zeugnis des Erinnerns, das keinen Besucher unbeeindruckt lässt. Im ersten Stock der Synagoge kann man die Dauerausstellung „Kinderzeichnungen aus Theresienstadt 1942 – 1944“ ansehen, das ca. 4000 Originalzeichnungen von jüdischen Kindern bewahrt, die im Konzentrationslager gefangen gehalten und dort fast alle umgebracht wurden.


Öffnungszeiten:

November - März: Mo, Di, Mi, Do, Fr, So, 9.00 - 17.00 Uhr
April - Oktober: Mo, Di, Mi, Do, Fr, So, 9.00 - 18.00 Uhr
Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen, Freitags wird die Synagoge eine Stunde vor Sabbat-Beginn (also eine Stunde vor Sonnenuntergang) geschlossen.

 

Kartenansicht: