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Die Kirche Maria vom Siege und das Prager Jesulein

Die Kirche Maria vom Siege und das Prager Jesulein kurz & bündig:

  • Die Kirche Maria vom Siege ist die älteste Barockkirche von Prag.
  • Ursprünglich im Besitz der Lutherianer, wurde sie 1624 dem katholischen Karmeliterorden übergeben, die nebenan auch ein Kloster erbauten.
  • Wichtigster Bezugspunkt der Kirche ist eine kleine Wachsfigur mit Namen "Prager Jesulein", der Wundertaten zugesprochen werden und deren Segen sich die Gläubigen auch heute noch erbitten.
  • Wahrscheinlich im 16. Jahrhundert in Spanien erstellt, kam diese Figur als Hochzeitsgeschenk 1555 nach Böhmen und wurde 1624 von Polyxenia von Lobkowitz dem Orden übergeben.
  • Zu den Besonderheiten der Figur zählen seine prächtige Ausstattung mit ca. 50 kostbaren Gewändern, die abwechselnd zu besonderen kirchlichen Fest- und Feiertagen der Figur angezogen werden.

Adresse und Route per Google-Maps:

Karmelitská 9, 118 00 Prag 1

Wegbeschreibung:
Vom zentralen Kleinseitner Ring (Malostranské náměstí) geht man Karmelitská entlang bis rechter Hand die Kirche erscheint.
Man kann auf diverse Trambahnen nehmen bis zur Station Hellichova.

Route zur Kirche Maria vom Siege per Google-Maps »


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Zur Baugeschichte

Sie ist die älteste Barockkirche Prags, aber mit Sicherheit nicht seine schönste. Dennoch hat sie mehr Zulauf als manch architektonisch bedeutsamere Basilika. Und das hängt mit einer kleinen, knapp 50 Zentimeter hohen Wachsfigur zusammen, die an der rechten Seitenwand der Kirche hinter einer Vitrine ausgestellt wird: dem Prager Jesulein. Sie stellt das Jesuskind im Alter von drei Jahren dar. Zu ihr pilgern die Gläubigen und erbitten von dieser Figur, der viel Wundertätiges zugesprochen wird, seinen Segen.

Erschaffen wurde diese Statue wohl im 16. Jahrhundert in Spanien und war dort im Eigentum einer spanischen Adelsfamilie. Als Hochzeitsgeschenk gelangte sie 1555 in den Besitz des Adligen von Pernstein und damit nach Böhmen. Nachdem die Nachfahren der Familie im Mannesturm ausstarben, übergab die durch Verwandtschaft verbundene Polyxenia von Lobkowitz die Figur dem Karmeliterorden, die seit 1624 in den Besitz der vormals lutherischen Kirche kamen, die heute unter den Namen „Kirche Maria vom Siege“ geführt wird. Denen kam das Geschenk wie gerufen, da man vermehrt Anstrengungen unternahm, die renitenten Prager wieder vom rechten Glauben des Katholizismus zu überzeugen. Flugs entwickelte die Figur auch eine rege Wundertätigkeit. 

Ein alter Brauch ist es, dem Prager Jesulein kostbare Gewänder als Votivgabe zu schenken. So kamen im Verlauf der Jahrhunderte ca. 50 Kleidungsstücke zusammen (Wikipedia schreibt sogar von 100), die der Figur ca. 10 Mal im Jahr zu bestimmten Festen und wichtigen Kirchenfeiertagen abwechselnd angezogen werden. Neben den Gewändern stellen auch die diversen goldenen Kronen eine Kostbarkeit dar, die seit dem 17. Jahrhundert für das Prager Jesulein angefertigt werden. Die Letzte stammte von Papst Benedikt XVI., der diese zu seinem Besuch im Jahre 2009 mitbrachte. 

Von Fotobanka ČTK, René Fluger; - www.pragjesu.info/image-infant-jesus-l.htm, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php


Öffnungszeiten:

Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa: 08.30 – 19.00 Uhr
So: 08.30 – 20.00 Uhr

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