Das Prager Neustadt

Mit 3,3 Quadratkilometern und seinen knapp 30.000 Einwohnern bildet die Prager Neustadt das größte Areal des historischen Stadtkerns. Die ringförmige Ausdehnung um die Altstadt läßt einen allmählich angewachsenen urbanen „Speckgürtel“ vermuten, doch geht der Aufbau auf Pläne Mitte des 14. Jahrhunderts unter Kaiser Karl IV. zurück. Die Erschaffung der Prager Neustadt stellt, so der Autor Detlev Arens, „die wichtigste städtebauliche Leistung des späten Mittelalters dar“.

Maße und Ausdehnung haben sich seit dem kaum verändert. In seinem äußeren Bereich grenzt das heutige Stadtviertel im Süden an die Stadtteile Vyšehrad und Nusle sowie im Westen an Vinohrady und Karlin. Im Inneren erfolgt die Begrenzung durch die Altstadt.

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Geschichtliche Entwicklung

Gründung der Prager Neustadt

Schon mit seiner Gründung im Jahre 1348 erließ man für das Areal genaue städtebauliche Vorschriften. Es wurden Grundstücke und Straßen ausgemessen und den Märkten wies man bestimmte Plätze zu. Doch nicht nur über die Aufteilung von Grund und Boden dachte man nach, sondern auch zur Höhe der Gebäude, der Bauzeit und der verwendeten Materialien erteilte man genaue Anweisungen.

Die Entwicklung zur Königsstadt

Die Prager Neustadt war ursprünglich als eine unabhängige Königsstadt mit eigener Rechtsordnung geplant. Ab 1367 wollte man sie mit der rechtlich ebenso unabhängigen Altstadt zu einer gemeinsamen Verwaltung verschmelzen. Doch scheiterte das Vorhaben am Widerstand der beiden Magistrate und wurde wenige Jahre später wieder zurückgenommen. Aufgrund der Größe des Gebiets blieben bis ins 19. Jahrhundert viele Grundstücke in der Neustadt unbebaut. In erster Linie siedelten tschechische Handwerker und ärmere Leute aus der Altstadt in das neue Stadtviertel um und sorgten dort für eine Entlastung bei der etablierten Bevölkerung, die vor allem aus Deutschen und Juden bestand. Obwohl als Wirtschaftszentrum von Karl IV. geplant, erreichte die Neustadt nie die wirtschaftliche Bedeutung der wohlhabenden Nachbarstadt, das durch seine Kreuzung wichtiger Handelsstraßen immer schon ein Handelszentrum war.

Die Enwicklung bis ins 20. Jahrhundert

Die historischen Zentren der Neustadt bilden heute zwei ehemalige Märkte: Der Wenzelsplatz, der früher ein Pferdemarkt war sowie der Karlsplatz, vormals ein Viehmarkt. Auch sonst ist die mittelalterliche Struktur ebenso noch vorhanden wie zahlreiche herausragende Bauten aus den Epochen der Gotik, der Renaissance, des Barock und des Klassizismus über die Zeiten erhalten geblieben sind. Ein Großteil der Häuser in diesem Stadtviertel entstammen der regen Bautätigkeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wo man viele palastartige Neubauten erschuf und historische Gebäude umbaute. Vor allem in der Zwischenkriegszeit, also zwischen 1918 und 1938, entstanden zahlreiche Bauten der architektonischen Avantgarde. So prägen heute Sehenswürdigkeiten des Historismus, des Jugendstils, des Kubismus oder des Funktionalismus das Straßenbild der Prager Neustadt, die einen Besuch lohnen.

Gegenwart

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte im Wesentlichen nur eine Ersetzung kriegsgeschädigter Gebäude durch Neubauten, die aber keinen architektonischen Akzent mehr zu setzen vermochten. Doch mit einer Altlast der sozialistischen Ära hat die Neustadt heute noch zu kämpfen: Der Bau der Magistrale, einer Art Stadtautobahn, die seit den 70er-Jahren u. a. durch das historische Zentrum der Neustadt führt und nicht nur für Lärm und Luftverschmutzung sorgt, sondern auch eine städtebauliche Sünde ersten Ranges darstellt.


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