Hepatitis-A-Welle in Prag: Stadt verstärkt Hygienemaßnahmen und ruft zur Impfung auf
Mit über 700 gemeldeten Fällen seit Jahresbeginn kämpft Prag gegen eine Hepatitis-A-Epidemie. Als Reaktion darauf wurden eine umfassende Aufklärungskampagne gestartet, die Reinigungsintervalle im öffentlichen Nahverkehr erhöht und die Bevölkerung eindringlich zur Impfung aufgerufen.
Die tschechische Hauptstadt Prag sieht sich mit einem rapiden Anstieg von Hepatitis-A-Erkrankungen konfrontiert. Während im gesamten Vorjahr nur 47 Fälle registriert wurden, sind es in diesem Jahr bereits über 700. Die Gesundheitsbehörden der Stadt sprechen von einer lokalen Epidemie und haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Im Zentrum der Gegenmaßnahmen steht eine breit angelegte Informationskampagne. Über Flyer, soziale Medien und Werbetafeln wird die Öffentlichkeit über die Bedeutung gründlicher Handhygiene informiert. Gleichzeitig wird betont, dass die Impfung den effektivsten Schutz vor einer Ansteckung darstellt.
Zusätzlich wurden die Hygienemaßnahmen im öffentlichen Raum verschärft. Die Prager Verkehrsbetriebe setzen auf eine intensivere Reinigung ihrer Fahrzeuge mit höher konzentrierten Desinfektionsmitteln, eine Strategie, die bereits während der Corona-Pandemie Anwendung fand. Auch hochfrequentierte Metrostationen werden verstärkt gereinigt. Ein besonderer Fokus liegt auf Risikogruppen wie Obdachlosen, denen präventive Tests und medizinische Hilfe angeboten werden. Um die Infektionsketten zu unterbrechen, haben Epidemiologen bereits rund 4.000 ärztliche Kontrollen angeordnet.

