Rekordbesuch im Prager Nationalmuseum: Über 200.000 Menschen sahen Fossilien von Lucy und Selam
Die einmalige Ausstellung „Der Mensch und seine Vorfahren“ mit den weltberühmten Fossilien Lucy und Selam hat im Prager Nationalmuseum für einen Besucherrekord gesorgt. Über 200.000 Menschen nutzten die Chance, die über drei Millionen Jahre alten Schätze aus Äthiopien zu sehen – ein Novum in Europ
Mit dem Ende der Ausstellung „Člověk a jeho předchůdci“ („Der Mensch und seine Vorfahren“) am Donnerstagabend zieht das Prager Nationalmuseum eine beeindruckende Bilanz: Mehr als 200.000 Besucher:innen strömten in die Schau, um die beiden ikonischen Vormenschen-Fossilien Lucy und Selam zu bestaunen. Die Exponate, Leihgaben des äthiopischen Nationalmuseums in Addis Abeba, waren erstmals in Europa zu sehen.
Die nur zwei Monate dauernde Ausstellung brach damit alle bisherigen Rekorde des Museums, wie Direktor Michal Lukeš bestätigte. Die Fossilien, die zu den bedeutendsten Funden der Paläoanthropologie zählen, zogen nicht nur Wissenschaftsinteressierte, sondern auch ein breites Publikum in ihren Bann.
Hintergrund:
- Lucy (ein 3,2 Millionen Jahre altes Skelett eines Australopithecus afarensis) und Selam (das Fossil eines etwa dreijährigen Mädchens derselben Art) gelten als Schlüsselfunde für die Erforschung der menschlichen Evolution.
- Die Ausstellung bot eine seltene Gelegenheit, die Originale außerhalb Äthiopiens zu erleben.
„Solche Exponate wecken immer großes Interesse – doch diese Resonanz hat uns alle überrascht“, so Lukeš. Mit dem Ende der Schau am Donnerstag kehren die Fossilien nun nach Addis Abeba zurück.

