Grafik wichtige Sehenswürdigkeit

Königlicher Garten und Belvedere

Königlicher Garten und Belvedere kurz & bündig:

  • Ursprünglich wurde der Garten 1534 im Renaissance-Stil angelegt. Nachdem er im 18. Jahrhundert im Barockstil neu errichtet wurde, orientierte man sich nach dem Ersten Weltkrieg bei einem weiteren Umbau an seinem ursprünglichen Aussehen.
  • Das Belvedere, auch das Lustschlösschen der Königin Anne genannt, plante Ferdinand I. als Geschenk für seine Gemahlin Anne. Es wurde 1564 fertig gestellt.
  • Das Gebäude gilt unter Fachleuten als der schönste Renaissancebau nördlich der Alpen.
  • Charakteristisch und kunsthistorisch von großer Bedeutung ist die besondere Dachkonstruktion, das einem kieloben gelegten Boot gleicht und öfters nachgeahmt wurde (wie z. B. beim Dach des Nationaltheaters).
  • Künstlerisch wertvoll ist auch der sog. "Singende Brunnen"  von Francesco Terzio, der Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde. Seinen Namen erhielt er aufgrund des singenden Tons, der entsteht, wenn das Wasser auf das bronzene Becken schlägt.

Adresse und Route per Google-Maps:

Loretánské nám. 7/100, 118 00 Prag 1

Wegbeschreibung:
Von der Burg kommend, hält man sich am Hradschiner Platz (Hradčanské náměstí) links und geht einfach weiter auf die Loretánská und biegt dann rechts in den Loretánské nám. (Loreto-Platz). Mit der Straßenbahnlinie 22 oder 23 fährt man bis zur Haltestelle "Pohořelec", biegt dann links in die gleichnamige Straße ein, bis man in die Loretánská und schließlich zum Loretánské nám. gelangt. 

Route zum Prager Loreto per Google-Maps »


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Der königliche Garten

1534 ließ Ferdinand I. den Garten im damaligen Renaissance-Stil anlegen, der zu seiner Zeit als einer der schönsten Gärten Europas gerühmt wurde. Nachdem die Anlage im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde, baute man sie als barocke Gartenanlage im 18. Jahrhundert neu auf. Die Pläne hierzu lieferte Kilian Ignaz Dientzenhofer und die Plastiken stammten von Matthias Bernhard Braun, der für die Karlsbrücke schon die bekannte Brückenfigur der Hl. Luitgard erschaffen hatte. Obwohl der Garten bis dahin von weiteren Verwüstungen verschont blieb, entschied man sich nach dem Ersten Weltkrieg dafür, dem Areal sein ursprüngliches Aussehen des 16. Jahrhunderts zurückzugeben.

Gleich beim Eingang zum Garten liegt die Präsidentenvilla, die allerdings nicht von jedem Staatsoberhaupt bewohnt wird. Wenn man auf dem Weg weiter geht, kommt man am Großen Ballhaus vorbei, das zwischen 1567 und 1569 nach den Plänen des Architekten Bonifaz Wollmut errichtet wurde. Vor dem Gebäude steht eine Skulpturengruppe mit dem Namen „Allegorie der Nacht“, die 1734 von Anton Braun geschaffen wurden, der ein Neffe von Matthias Bernhard war. Auffällig sind auch noch die Sgraffiti am Bauwerk, die allegorische Motive zu Wissenschaft und Tugend zeigen, die teilweise ins Groteske übergehen. Im Garten befindet sich zudem noch eine Orangerie, in der man in früheren Zeiten exotische Früchte und Pflanzen aufzog. Lange bevor sie in den Niederlanden zum Exportschlager wurden, züchtete man hier zum Beispiel schon Tulpen. Von großer architektonischer Bedeutung sind das Belvedere am Ende des Gartens und der singende Brunnen davor, die gesondert betrachtet werden.

Das Belvedere

Lustschlösschen der Königin Anne

Das Lustschlösschen der Königin Anne, wie das Belvedere auch genannt wird, stammt aus der Zeit, als der Garten angelegt wurde, und gilt unter Kunsthistorikern als der schönste Renaissancebau nördlich der Alpen. Den Auftrag hierzu erteilte Ferdinand I., der das Schlösschen seiner Gemahlin schenken wollte. Im Jahre 1538 begann man mit der Umsetzung der Entwürfe des italienischen Architekten Paolo della Stella. Vollendet wurde der Bau aber erst nach dem Tod des Architekten im Jahre 1564 durch den deutschen Steinmetz und Baumeister Bonifaz Wolmut. 

Charakteristisch für Renaissancebauten ist der offene Arkadengang, der auch hier zu finden ist und durch Leichtigkeit und Eleganz besticht. Von noch größerer Bedeutung ist das Dach, das einem kieloben gelegten Boot gleicht und viele Prager Architekten in der Folgezeit inspiriert hat. Man denke dabei nur an das ähnlich gestaltete Dach des Nationaltheaters.

Künstlerisch bedeutsam ist auch der „Singende Brunnen“, der vor dem Belvedere steht und Mitte des 16. Jahrhunderts von Francesco Terzio entworfen wurde. Wenn hier das Wasser auf das bronzene Becken trifft, soll ein singender Ton entstehen, der aber wohl nur zu vernehmen ist, wenn man sein Ohr unter den untersten Beckenboden hält. In der Mitte des Brunnens erkennt man den aus der griechischen Mythologie stammenden Hirtengott Pan. Den Abschluss bildet die Gestalt eines kleinen Dudelsackpfeifers. Es handelt sich hierbei allerdings um eine Nachbildung.


Öffnungszeiten:

November – März: täglich von 09.30 – 16.00 Uhr
April – Oktober: täglich von 09.00 – 17.00 Uhr

Zugang / Eintritt:

Normal: 180 CZK
Ermäßigt: 140 CZK
Für Familien: 370 CZK

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CZK = Tschechische Kronen
Ungefährer Wert: 1 € = 25 CZK

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