Grafik wichtige Sehenswürdigkeit

Die Spanische Synagoge

Die Spanische Synagoge kurz & bündig:

  • In der jetzigen Form wurde die Spanische Synagoge zwischen 1882 und 1893 erbaut.
  • Die im maurischen Baustil errichtete Synagoge gilt als schönste Synagoge von Prag.
  • Zuvor stand an dieser Stelle die älteste Synagoge von Prag, die Altschul. Ihre Anfänge gingen auf das 12. Jahrhundert zurück.
  • Der Name erinnert an die im 15. Jahrhundert vor der Inquisition in Spanien geflohenen Juden, die in der Altschul ihre Gebetsstätte fanden.
  • Der bekannte Komponist und Dirigent František Škroup, der die heutige tschechische Nationalhymne komponierte, arbeitete hier als Organist.
  • Neben Konzerten kann man hier eine Dauerausstellung zur "Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren" besuchen.

Adresse und Route per Google-Maps:

Vězeňská 1, 110 00 Josefov

Wegbeschreibung:
Wenn man vom Altstädter Ring kommt, geht man die Pařížská entlang bis man rechts in die Široká abbiegt. Die folgt man bis zu einer Verkehrsinsel. Links davon befindet sich die Spanische Synagoge.

Route zur Spanischen Synagoge per Google-Maps »


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Zur Baugeschichte

Die Spanische Synagoge gilt als die schönste Synagoge Prags. Im maurischen Baustil in den Jahren 1882 bis 1893 neu errichtet, erinnert sie an die spanische Alhambra. Zuvor stand an diesem Platz die älteste Synagoge Prags, die Altschul. Ihr Ursprung liegt geht auf das 12. Jahrhundert zurück und sie diente vor allem vom 15. Jahrhundert den vor der Inquisition in Spanien geflohenen sephardischen Juden als Gebetsstätte. Der Name Altschul rührte von den geflohenen spanischen Juden her, die im Gegensatz zur Gemeinde der Altneu-Synagoge noch streng an den althergebrachten Riten festhielten. Aufgrund der Herkunft seiner Mitglieder nannte man sie auch früher schon die Spanische Synagoge. Die traditionelle Ausrichtung verblaßte in den folgenden Jahrhunderten, so dass die Synagoge 1835 an die Reformgemeinde übergeben wurde, die im Jahre 1837 in der Altschul auch den ersten reformierte Gottesdienst abhielt.

Die neue Ausrichtung brachte es mit sich, das hier auch die erste Orgel in einer Prager Synagoge während eines Gottesdienstes erklang. In den ersten Jahren wirkte der heute noch bekannte Komponist und Dirigent František Škroup als Organist in der Synagoge, der auch die tschechische Nationalhymne komponierte. Škroup war übrigens Christ, da man bei Einführung der Orgelmusik noch auf keine ausgebildeten jüdischen Organisten zurück greifen konnte.

Die Altschul bzw. Spanische Synagoge ist im Verlauf seiner wechselvollen Geschichte mehrfach niedergebrannt und wurde immer wieder aufgebaut. Sein jetziger unverwechselbarer Stil geht auf den Prager Architekten Ignác Ulmann (1822–1897) zurück, der einer der bekanntesten Architekten der frühen Gründerzeit in Prag war. Vor allem die imposante Kuppel und die prunkvolle Innenausstattung im Renaissance-Stil zeichnen die Spanische Synagoge aus. Die Stuckaturen im orientalischen Muster wurden in den Jahren 1882 und 1883 angebracht.

Neben Konzerten kann man in der Spanischen Synagoge heute auch eine Dauerausstellung zur "Geschichte der Juden in Böhmen und Mähren" besuchen.


Öffnungszeiten:

November - März: Mo, Di, Mi, Do, Fr, So, 9.00 - 16.30 Uhr
April - Oktober: Mo, Di, Mi, Do, Fr, So, 9.00 - 18.00 Uhr
Samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen, Freitags wird die Synagoge eine Stunde vor Sabbat-Beginn (also eine Stunde vor Sonnenuntergang) geschlossen.

Kartenansicht: