Grafik Sehenswürdigkeit

Der Koruna-Palast

Der Koruna-Palast kurz & bündig:

  • Der Koruna-Palast wurde zwischen 1911 und 1914 nach einem Entwurf des Architekten Antonin Pfeifer errichtet.
  • Das Gebäude stellt einen der ersten Stahlbetonbauten in Prag dar.
  • Charakteristisch ist sein in geometrischen Formen angeordneter Jugendstil mit seinem Eckturm und dessen Abschluss in Form einer Krone.
  • Die streng symetrisch angeordneten Figuren in fließenden Togas und  mit Hauben auf den Köpfen sind von Stanislav Sucharda erschaffen worden, einem Künstler, der auch als Holzschnitzer und Puppenspieler bekannt wurde.
  • Das Innere besticht noch durch eine gläserne Kuppel, die für zusätzliches Licht in der Einkaufspassage sorgt.
  • Neben Geschäften und Büros war früher hier noch das erste Schnellrestaurant mit Namen "Automat" hier angesiedelt, das von 1931 bis Mitte der neunziger Jahre bestand und jedem Prag ein Begriff war.

Adresse und Route per Google-Maps:

Václavské nám. 1, 110 00 Můstek

Wegbeschreibung:
Am unteren Ende des Wenzelplatzes, direkt bei der Metrostation Můstek.

Route zum Koruna Palace per Google-Maps »


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Zur Geschichte des Koruna-Palasts

Das imposante Mehrzweckgebäude an der Ecke Wenzelsplatz und der Straße Na Prikope (früher unter dem Namen „Graben“ bei der deutschsprachigen Bevölkerung als Flaniermeile beliebt) ging aus einem Architekturwettbewerb hervor. Gewonnen hat der Entwurf des Architekten Antonin Pfeifer. Der Palast mit seinen aus geometrischen Formen angeordneten Jugendstil wurde zwischen 1911 – 1914 erbaut und war eine der ersten Stahlbetonbauten in Prag. Der Koruna-Palast stellt „ein typisches Beispiel für die großzügigen Prager Stadtpaläste der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg“ dar, wie der „Architekturführer Prag“ feststellt. Es umfasst mehr als 18.000 Quadratmeter, die sich auf drei Tiefgeschosse und vier oberirdischen Stockwerke verteilen.

Zur Verwirklichung mussten drei Stadthäuser weichen, die sich an dieser Stelle befanden. Da der Platz für die Umsetzung der Pläne immer noch nicht reichte und keine weiteren angrenzenden Grundstücke mehr hinzugekauft werden konnten, stand man vor der architektonischen Herausforderung, den Neubau mit dem bereits bestehenden Gebäude des Kaufhauses Haas zu vereinen. Im Inneren sorgt eine gläserne Kuppel für eine zusätzliche Belichtung der erstellten Einkaufspassage. Charakteristisch ist der Eckturm mit dem Abschluss in Form einer Krone. Die streng symmetrisch angeordneten Figuren in fließendem Togas mit Hauben auf den Köpfen sind das Werk von Stanislav Sucharda, der auch als Holzschnitzer und Puppenspieler bekannt wurde. Er restaurierte z. B. die 12 Apostel-Holzfigurren über der Astronomischen Uhr am Altstädter Ring, die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurden.

Geschäfte und Büros gibt es schon immer im Koruna-Palast, doch darüber hinaus wurde der Gebäudekomplex damals noch vielseitiger genutzt als heute. So öffnete kurz nach der Eröffnung 1914 hier auch ein großes Kino seine Pforten, das 470 Besuchern Platz bot. In den 50er-Jahren wurde es geschlossen. Das gut situierte Bürgertum fand im „Koruna“ zudem ein Kosmetikstudio und ein Dampfbad vor, das aufwendig zu betreiben war, da mindestens fünf Mal pro Stunde die Luft ausgetauscht werden musste. Für das Spa kam 1975 das Ende. Kulturgeschichtlich um einiges bedeutender war die Eröffnung des „Automat“ 1931, dem ersten Schnellrestaurant mit Selbstbedienung in der Stadt. Diesen Vorläufer heutiger Fast-Food-Restaurants kannte nahezu jeder Prager. Es bestand bis Mitte der neunziger Jahre.


Kartenansicht: