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Haus zur Schwarzen Muttergottes

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Kurzinfos vom Prag-Guide

  • Das Haus ist das bekannteste kubistische Gebäude von Prag.
  • Der architektonische Kubismus ist weltweit einmalig und wurde nur in Prag so umgesetzt.
  • Erbaut wurde es 1911 von dem Architekten Josef Gočár. Es war ursprünglich als Kaufhaus konzipiert.
  • Dabei verwendete man ein neuartiges Eisenbetonskelett, dass es ermöglichte auf viele tragende Wände verzichten zu können.
  • Neben einer Ausstellung zum Kubismus in dem Haus, ist im ersten Stock das m kubistischen Stil eingerichtete Grand Café Orient empfehlenswert.

Adresse und Route per Google-Maps:

Ovocný trh 569/19, 110 00 Prag

Wegbeschreibung:
Vom Altstädter Ring kommend, geht man einfach die Celetná entlang bis rechter Hand die Ovocný trh kreuzt. Das kubistische Haus befindet sich an der Kreuzung der beiden Straßen.

Route zum Haus zur schwarzen Mutter Gottes per Google-Maps »

Der Audioguide: Das Haus zur schwarzen Muttergottes

  • Audio-Guide: Das Haus zur schwarzen Muttergottes

Zur Baugeschichte des Gebäudes

Die Errichtung des kubistischen Gebäudes wurde 1911 von dem Kaufmann František Josef Herbst beauftragt, der in dieser vorzüglichen Lage, umgeben von barocken und neobarocken Häusern, ein modernes Kaufhaus plante. Mit der Umsetzung beauftragt wurde der Architekt Josef Gočár, der vom Magistrat auferlegt bekam, dass die Fassade des Hauses "in ihrem Maßstab und der gesamten Lösung mit Rücksicht auf das altehrwürdige Milieu" gestaltet werden müsse. Zudem hieß es weiter:

"Es ist im Gegenteil notwendig, die Fassade im modernen Stil als Ausdruck der architektonischen Auffassung der heutigen Zeit und als Werk, das den modernen Anforderungen entspricht"
aus: "Das kubistische Prag", S. 25

Eine erstaunliche Aussage, wenn man bedenkt, dass wir uns hier am Beginn des sogenannten Königsweges befinden, der nicht nur von vielen Einheimischen aufgesucht wurde, sondern auch damals schon ein geschichtliches Herzstück Prags und touristischer Anziehungspunkt war. Ein erster Entwurf, den der Architekt einreichte, stieß auf Vorbehalte des verantwortlichen Landeskonservatos für Baudenkmäler Luboš Jeřábek. Er bemängelte an diesem ersten Entwurf u. a., dass die Fenster zu groß geraten seien, aber auch das Gesimse ragte ihm zu weit hervor. Gočár überarbeitete daraufhin das Ganze noch einmal und reichte im Januar 1912 einen zweiten Entwurf ein, wo der kubistische Gesamteindruck noch einmal verstärkt wurde. Hier erst erhielten der Eingang und das Balkongeländer seinen kubistischen Stil. Auch die Kapitellen an den Säulen zwischen den Fenstern sowie das heute gern fotografierte Geländer des Treppenhauses im Inneren tauchten erst im zweiten Entwurf in dieser modernen Variante auf, der dann final umgesetzt wurde.

Für die Konstruktion des Hauses nutzte Gočár ein neuartiges Eisenbetonskelett, wie es zu der Zeit in Westeuropa und Amerika in Mode kam und dass es ihm ermöglichte auf viele tragende Wände verzichten zu können. Das kam vor allem dem ersten Stockwerk zugute, das aus einem einzigen Raum besteht, nur unterbrochen durch das Treppenhaus. Darin befindet sich heute das Grand Café Orient, eine herrliche Nachbildung des ursprünglichen kubistischen Kaffeehauses.


Öffnungszeiten:

Kubistische Dauerausstellung:
Dienstag  bis Sonntag: 10 - 18 Uhr

Grand Café Orient
Montag - Freitag: 9 - 22 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 - 22 Uhr

Icon Eintritt

Eintritt

Eintrittspreise kubistische Ausstellung:

Erwachsene: 150 CZK
Reduziert: 80 CZK
(Studenten unter 26 und Senioren über 65)
Kinder unter 15: freier Eintritt

Umrechnungshilfe

CZK = Tschechische Kronen
Ungefährer Wert: 1 € = 25 CZK

Kartenansicht: